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LEHRBUCH.

Laut Lehrbuch der Bundesbank (verlinkt im Wort) ist Geld ein Motor für die wirtschaftliche Entwicklung.

 

"Das stimmt zwar nicht, aber egal!"

 

Wir sind beim Lehrbuch und bei dem bleiben wir jetzt:

 

Um einen Wert aufzubewahren, muss Geld haltbar und wertbeständig sein. Da das Geld heute keinen eigenen Materialwert mehr hat, kommt es darauf an, den aufgedruckten Nominalwert zu erhalten.

 

Staatliche Zentralbanken haben die Aufgabe, diesen Geldwert zu sichern. 

 

Unsere Guthaben auf Bankkonten sind nur noch in Bits und Bytes erfasst. Obwohl wir es in dieser Form nicht einmal anfassen können, akzeptieren wir es als Geld, weil wir seinem Wert vertrauen. Geld ist damit letztlich das, was in einer Gesellschaft in einer bestimmten Zeit als Geld allgemein akzeptiert wird: Geld ist, was als Geld gilt.

 

Das irgendwann eingeführte Stockholm-Syndrom, genannt „Kredit-Zettel“ im 16. Jahrhundert, setzte sich im 19. Jahrhundert auch in ganz Europa durch. Dieses Prinzip wurde zur Grundlage des Notenbankwesens. Notenbanken kauften Gold und Silber, aber auch Wechselbriefe der Kaufleute an und gaben dafür Banknoten aus. Wer bei der Bank die Banknote einlöste, bekam den Betrag der Note in Edelmetall ausgezahlt. Banknoten ergänzten den Geldumlauf und erleichterten den Umgang mit großen Geldbeträgen. In Deutschland wurden Banknoten im Jahr 1909 gesetzliches Zahlungsmittel.

 

1971 war dann Schluss mit der Deckung des Geldes. Das sogenannte FIAT-Geld war geboren und entstand ganz allein durch Beschluss der gesetzgebenden Organe eines Staates, sprich der führenden Zentralbank in Leitwährung, mit der alle anderen Zentralbanken vernetzt sind. Geld als gesetzliches Zahlungsmittel wird bis heute durch dieses Organ bestimmt.

 

Dieses Organ wird HERZ genannt, obwohl es das nicht ist. Eher ist es der Enddarm.

 

Man löste sich somit vom Material und bevorzugte die Luft.

 

Das seit dem bestehende Prinzip lässt sich in Funktion nicht nur leichter in Geldmengen per Knopfdruck transportieren, sondern auch untereinander in Banken transferieren.

 

Die Kontrolle liegt bei den jeweiligen Zentralbanken und der Bundesbank, sprich der Bundesaufsicht für Finanzen, die auch den Anlegerfragebogen für sämtliche Institutionen und deren Mitarbeiter zeichneten und bis heute daran rumbasteln.

 

Geld wird sozusagen “stofflos” von Konto zu Konto übertragen. Wert hat es nicht. Es ist eine reine Zahl. 

 

Das Vertrauen ist die Grundlage.

 

Weil jedoch das Vertrauen so langsam schwindet, die Menschen mittlerweile eher in Schockstarre in Banken verweilen, bis sie selbst eine gute Lösung für sich erhoffen oder gefunden haben, um dann endlich mal tätig zu werden oder voreilig in Panik auf Gold umsteigen, oder ihr Geld in Immobilien umwandeln, oder den neuen erfundenen Bitcoin als Rettungsmaßnahme im Wahn auch “DonaldDuck” werden zu wollen, bevorzugen, hat man sich Gesetze ausgedacht, die in Extremsituationen genannte Alternativen unterbinden oder angreifen dürfen und werden.

 

Wäre ich die Bundesbank, wäre ich total entspannt, denn immerhin geht es am Ende ja um ein Land, in dem wir alle wohnen und weiterhin wohnen wollen. Dieses Prozedere betrifft übrigens jedes Land. 

 

Wäre ich die Bundesbank, würde ich mich zu gegebener Zeit auf die Gesetze berufen, die aktualisiert wurden und brav Gold, sowie Bitcoin und einen Teil der Vermögenswerte in Immobilien einsammeln, um den Geldwert “EURO” in Europa zu erhalten. 

 

Das ist ja die Aufgabe der Bundesbank. Den Geldwert sichern.

 

Da aus ökologischer Sicht allerdings und mittlerweile die eine oder andere Richtlinie eingehalten werden muss, sonst passt der Anlegerfragebogen der Nachhaltigkeitslinie nämlich nicht, ist Papiergeld auf Dauer keine Lösung. “Die armen Bäume”, "die schöne Natur", denken sie sich. Stimmt ja auch. Außerdem ist die Technik der Digitalisierung schon so weit fortgeschritten und entwickelt, dass eine Währung auch digital und zentral gesteuert werden kann. Voll toll. Transaktionen funktionieren dann noch leichter und sind sogar vor Geldwäsche sicher, also in vollem Umfang kontrollierbar.

 

Zack. Digitaler Euro “Guten Tag!”

 

Wann? 

 

Heute noch nicht. Schön abwarten ist die Devise, bevor alles aus dem Ruder läuft und damit auch genügend Potenzial der Einsammlung vorhanden ist, um selbst als Bank bestehen zu bleiben. Das ist das Interesse von Institutionen.

 

Bis dahin wird erstmal schön still und leise in Etappen die Staatsform geändert, damit die Gesetze auch durchsetzbar sind. 

 

Wie jetzt. Die Staatsform wird geändert? Der Kapitalismus schafft sich selbst ab?

 

Jep, genau das ist der Fall.

 

Wer mir nicht glaubt, glaubt mir nicht. Mir ist das vollkommen schnuppe.

Ich schreibe nur, völlig umsonst, ohne dabei Geld zu verdienen, weil ich Langeweile habe.

 

Daniela Sommerhoff

 

Foto von Iñaki del Olmo auf Unsplash