· 

SCHRAUBEN.

“Frau Sommerhoff, was bieten Sie denn nun an!?” “Was ist ihr Produkt, ihre Empfehlung!?”

 

Um es so kurz wie möglich zu erfassen:

 

Mein Produkt heißt: “Lebendigkeit!”

 

Einen anderen Namen habe ich noch nicht, ich arbeite jedoch daran.

 

Weiterhin sei anzumerken, dass man schon eine Ahnung davon bekommt, was mein Gedanke, sprich meine Philosophie des Unternehmens ist, wenn nach und nach meine digitale Visitenkarte, genannt Homepage, inhaltlich auseinander genommen wird. Dauert halt ein Weilchen.

 

Meines Erachtens serviere ich schon ganz schön viel auf dem Silbertablett.

 

Zudem gibt es kein Kino, ohne Eintritt bezahlt zu haben. Es sei denn, man wurde eingeladen. Diese Einladung erfülle ich in vollem Umfang, so finde ich.

 

“Frau Sommerhoff, okay, ich mache nur Stichproben." Wenn ich dann mal lese, scheint es, als wären Sie gegen Gold und Bitcoin.” "Außerdem sind Sie sowas von anstrengend!"

 

Das ist so auch nicht richtig. Ich stelle mich nicht gegen etwas, sondern weise nur darauf hin, dass diese Assetklassen keinesfalls gute Lösungen sind. Anstrengend bin ich, stimmt, jedoch nicht bewusst. Jegliche Menschen mit mir im Umgang empfinden mich kurioserweise nicht als anstrengend, eher zurückhaltend und aufmerksam.

 

Gold ist aus meiner Sicht keine gute Lösung, weil es in der Vergangenheit und noch heute zeigt, was es anrichten kann. Weiterhin ist es nur ein “Wertaufbewahrungsmittel”, kann nichts und gehört meiner Ansicht nach als Wertbestand, als sogenanntes Rückgrat, in die Bundesbank eines Landes. Weil das so ist, wirke ich vielleicht auf den ersten Blick ein wenig streng. 

 

Bitcoin ist ebenso nur eine Flucht. Bitcoin ist ein Glaube, wie eine Tulpe, mit der Fähigkeit in kurzer Blühphase schnell zu wachsen und zieht nur die Menschen an, die sich dem Vertrauen unserer Politik und der Banken entzogen haben.

 

Beides ist völlig verständlich, trotzdem wird es nicht funktionieren. Schon gar nicht auf Dauer, so wie NICHTS bisher wahrhaft auf Dauer funktionierte.

 

Was völlig verkannt wird, ist, dass ich absolut verständnisvoll bin und niemals irgendwem etwas aufzwingen würde, im Gegensatz zu so massenhaft Anderen.

 

“Frau Sommerhoff, was heißt aber genau Lebendigkeit?” “Warum sind Sie so überzeugt davon, dass Sie die Richtige sind?”

 

Das ist komplex zu beantworten und ob ich "die Richtige" bin, weiß ich erst nach Vollendung. Was ich sagen kann, ist:

 

Ich bin eine sehr verantwortungsbewusste Persönlichkeit und lasse mich nicht beeinflussen. Auch nehme ich meinen Beruf sehr ernst. Menschenfreundlich, nennt man mich auch. Zum Anderen geht es mir in erster Linie nicht um meinen Profit, was unternehmerisch in heutiger Zeit nicht unbedingt die beste Wahl ist. Gleichzeitig glaube ich jedoch daran, dass sich Gutes am Ende immer durchsetzen wird. Das ist mein, bis heute kindliches, naives, gebliebenes inneres Wesen, welches Märchengeschichten liebt. 

 

Märchengeschichten sind keineswegs “Disney-konform”, sondern gruselige, wahre, umgewandelte Geschichten, die mit etwas Kreativität und Grips sogar Geschichte lehren.

 

Unsere generelle Situation in der Welt ist leider, leider, nicht mehr lustig.

 

Wahrgenommen wird es jedoch nur partiell. Der Alltag wischt Vieles wieder aus dem Köpfchen, gleichzeitig ruft der Verstand vieler Menschen: “Selbstschutz, Selbstschutz”. Dieser Selbstschutz verkörpert reine Angst, lässt sich aktuell so einfach beeinflussen, wie vor 120 Jahren und treibt durch das digitale Wunderwerk noch schneller, als zuvor, in starre, nicht förderliche, ungesunde sowie höchst riskante Anlageklassen.

 

Lebendigkeit heißt, Zahnräder zu reparieren, auszutauschen und wieder zum Laufen zu bringen.

Lebendigkeit heißt Aktivität.

Lebendigkeit heißt Wirtschaft.

Lebendigkeit heißt Natur und die nächste Generation.

 

Das große Rad wird es nicht schaffen, denn das geliebte, große Rad ist bereits zersprungen, anders ausgedrückt: 

 

Nicht mehr vorhanden!

 

Bevor das große Rad wieder angeschmissen werden kann, muss es also erstmal neu gefertigt werden. 

 

Die kleinen Rädchen sind demnach gefragt.

 

“Frau Sommerhoff, was heißt das aber genau?” “Ich will ein Rädchen sein!”

 

Nun ja, genau das verrate ich nicht öffentlich. Warum sollte ich das tun? 

 

“Das war ein Selbstgespräch.”

 

Daniela Sommerhoff

 

Foto von Dan Cristian Pădureț auf Unsplash